Grob gesagt, gehören Medienfonds in die Kategorie der geschlossenen Fonds, also von Fonds, die nach Erreichen einer vorher festgelegten Summe für den weiteren Kauf von Anteilen geschlossenen werden.
Diese Fonds investieren in spezielle Objekte oder Projekte, so dass die gesamte Investitionssumme schon fest steht. Das benötigte Kapital kann komplett von der Gesellschaft in Form von Eigenkapital aufgebracht werden, doch da die Beträge meist sehr hoch sind, werden Darlehen von Banken mit zur Finanzierung herangezogen.
Um das benötigte Eigenkapital aufzubringen, bietet die Fondsgesellschaft ihre Anteile zum Kauf an. Der interessierte Anleger wird beim Kauf solcher Anteile also ein Teilgesellschafter. Ist die vorher bestimmte Eigenkapitalsumme erreicht, wird der Fonds geschlossen und es werden keine weiteren Anteile mehr verkauft.
Am Ende eines erfolgreichen Geschäftsjahres wird der Anleger in der Höhe seiner Anteile am Gewinn beteiligt. Diese Auszahlung kann mitunter deutlich über den Renditen von Investmentfonds liegen. Doch Vorsicht, als Teilgesellschafter trägt man auch unternehmerisches Risiko, d.h. genauso wie man am Gewinn beteiligt wird, muss man den Verlust eines Geschäftsjahres auch mittragen. Es kann sogar soweit gehen, dass bei Insolvenz der Gesellschaft auch das eingesetzte Kapital verloren geht. Doch solche Totalverluste sind nicht sehr häufig.
Die Investition in einen Medienfonds bedeutet also, das der Anleger in eine Gesellschaft investiert, die Produktionsfirmen in der Film- und Fernsehbranche finanzieren. In der Regel werden dazu ganz besondere Projekte finanziert, z.B. einen neuen Kinofilm. Nachdem Ende der Produktion und der Veröffentlichung wird der Anleger am erzielten Einspielergebnis beteiligt. Je nachdem, wie gut der Film ist, oder besser gesagt, wie er sich verkauft, umso höher werden die Auszahlungen ausfallen. Doch auch hier gibt es einen Haken, falls der Film keinen Erfolg an den Kinokassen hat, so ist mit einer entsprechend kleinen Rendite zu rechnen.
Medienfonds sind ideal für Anleger, die über eine gewisse Geldsumme verfügen und bereit sind ein Risiko einzugehen. Mindestanlagebeträge sind in der Regel 10.000 € und aufwärts. Es gibt aber auch Fonds, wo die Mindestanlage niedriger ist. Wichtig ist auch, dass man auf das Geld während der Laufzeit nicht zugreifen kan, es sollte sich deshalb um überflüssige Mittel handeln.
Eine Investition in einen geschlossenen Fonds sollte wegen des höheren Risikos immer nur eine Portfolio-Erweiterung sein, nicht unbedingt eine alleinige Direktinvestition. Durch das Aufnehmen eines geschlossenen Fonds in ein bestehendes Fondsdepot wird das Risiko nur minimal erhöht, dafür aber die Chance auf höhere Erträge deutlich gesteigert.